Stadtwappen Historischer Verein Ingolstadt e.V.
Termine, Vorträge, Ausflüge 2003

 

Historischer Verein Ingolstadt e.V.
Programm erstes Halbjahr 2003


14.1.2003 – 19.30 Uhr

Die Barockmalerfamilie Johann und Otto Gebhard von Prüfening

Vater und Sohn Gebhard betrieben in Prüfening die erfolgreichste Malerwerkstätte der Region Regensburg. Während Johann (1676-1756), der Begründer der Werkstätte, ein exzellenter Altarbildmaler war, konnte sich Otto (1703-1773), an den Werken des genialen Freskanten Cosmas Damian Asam geschult, als Deckenbildmaler einen Namen machen. Einige Werke der beiden Gebhards finden sich auch in Ingolstadts Umgebung.

Stadtmuseum im Kavalier Hepp

Lichtbildervortrag von Dr. Christa Grimminger, Eichstätt

18.2.2003 – 19.00 Uhr

Jahreshauptversammlung mit Neuwahl der Vorstandschaft

Präsentiert werden u.a. vier süddeutsche Reliefintarsienbilder aus dem 17. Jahrhundert, die mit Unterstützung des Vereins für das Stadtmuseum angekauft werden konnten. Auf den Bildern sind die vier Jahreszeiten dargestellt. Außerdem wird die ehrenamtliche archäologische Grabungstätigkeit des Vereins am Beispiel der Ausgrabungen in der Harderstraße mit ihren bemerkenswerten Funden vorgestellt.

Stadtmuseum - Barocksaal

18.3.2003 – 19.30 Uhr

Kirchenreformer lange vor der Reformation - Der Ingolstädter Liebfrauenpfarrer Johannes Spenlin (um 1380-1459)

Rottenburg am Neckar, Paris, Neustadt an der Donau, Ingolstadt, Stuttgart, Sindelfingen, Herrenberg, Reichenau - dies waren Stationen des Klerikers Johannes Spenlin, der sich im Laufe seines Lebens vom Mediziner und Universitätsprofessor zum streitbaren Theologen wandelte und in seiner schließlich kompromisslosen kirchenreformerischen Haltung, die ihm das jähe Ende seiner Karriere einbrachte, einmal mehr die verbreitete Meinung widerlegt, der Klerus vor der Reformation sei durchweg ungebildet und korrupt gewesen. Der Vortrag wird Spenlins Lebensweg und Lebensleistung in all ihren Höhen und Tiefen nachzeichnen.

Stadtmuseum - Barocksaal

Dr. Oliver Auge, Historisches Institut der Universität Greifswald

6.5.2003 – 20.00 Uhr

Die ältesten Wassermühlen

Das bewaldete Hügelland östlich des Lechs wurde im 6. Jahrhundert n. Chr. von den Alemannen besiedelt. Zu den frühmittelalterlichen Orten im bajuwarischen Grenzgebiet zählt das alte „Tegisinga“ (Dasing), das eine archäologische Jahrhundertentdeckung geliefert hat: In zwei Grabungskampagnen konnten neben Resten einer römischen Wassermühle zwei verschüttete Wassermühlen aus dem 7. und 9. Jahrhundert freigelegt werden. Schaufelrad, Mahlgang und zahlreiche Mühlstein-Bruchstücke beweisen, dass es sich um die ältesten germanischen Wassermühlen handelt, überdies die einzigen ihrer Art auf dem europäischen Kontinent. Dem Referenten ist auch der sensationelle Fund der „Römermühle“ von Etting gut bekannt, so dass der Vortrag wichtige neue Erkenntnisse zu diesem Thema verspricht.

Stadtmuseum - Barocksaal

Dr. Wolfgang Czysz, Landesamt für Denkmalpflege, Thierhaupten

24.5.2003 – 07.30 Uhr

Jahresexkursion nach Baden in die ehemalige Residenzstadt Rastatt

Jahresexkursion nach Baden in die ehemalige Residenzstadt Rastatt. Dort Besichtigung der weitläufigen barocken Schlossanlage mit dem Wehrgeschichtlichen Museum und der Schlosskirche Hl. Kreuz. Danach Weiterfahrt zum nahe gelegenen Lustschloss Favorite mit prächtigem Speisesaal und Prunkküche. Auf dem Rückweg Abstecher zum Schloss Ettlingen und Besichtigung der von C.D. Asam ausgestatteten ehemaligen Schlosskapelle (heute Konzertsaal).
Unkostenbeitrag: 24 Euro incl. aller Eintritte und Führungen. Verbindliche Anmeldungen sind ab sofort in der Geschäftsstelle gegen Entrichtung des Fahrpreises möglich. Rücktritt kurz vor Reisebeginn nur bei Stellung einer Ersatzperson.

Rastatt

Abfahrt: 24. Mai 2003, 7.30 Uhr, Zentraler Omnibusbahnhof, Bussteig 20

1.7.2003 – 20.00 Uhr

Rosalie und Feodor von Milde - ein ideales Künstlerpaar des 19. Jahrhunderts

1850 strebte Franz Liszt in Weimar, der „Hauptstadt des deutschen Geistes“, eine erneute Kunstperiode an, in welcher er und Richard Wagner die führenden Köpfe sein wollten. Die Hofopernsänger Rosalie und Feodor von Milde und viele mit ihnen eng verbundene Künstlerpersönlichkeiten wirkten daran mit. Es war eine Zeit voller Freundschaften und Feindseligkeiten, voller Enthusiasmus und Intrigen, die vom ältesten Sohn des Künstlerehepaares, Franz von Milde, königlicher Kammersänger in Hannover und Gesangsprofessor in München, in Form von umfangreichen Tagebuchaufzeichnungen festgehalten wurde.
Der Vortrag wird mit authentischen Musikbeispielen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts umrahmt.

Stadtmuseum - Barocksaal

Dr. Anneliese Zoephel, Ingolstadt

19.7.2003 – 08.00 Uhr

Besuch der Bayerischen Landesausstellung „Der Winterkönig“ in Amberg

Im Zentrum der Ausstellung steht Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632), der in stürmischer Zeit zum König von Böhmen gewählt wurde. Verheiratet mit der englischen Königstochter Elisabeth, einer Enkelin Maria Stuarts, regierte er nur ein Jahr in Böhmen und ging deshalb als „Winterkönig“ in die Geschichte ein. Er trat auch als Gegenspieler zu seinem katholischen Vetter, dem bayerischen Herzog Maximilian I., auf, über den 2001 eine Ausstellung in unserem Stadtmuseum gezeigt wurde.
Unkostenbeitrag: 17,50 Euro incl. Eintritt und Führung. Verbindliche Anmeldungen sind ab sofort in der Geschäftsstelle gegen Entrichtung des Fahrpreises möglich. Rücktritt kurz vor Reisebeginn nur bei Stellung einer Ersatzperson.

Amberg

Fahrt und Besuch der Ausstellung, Abfahrt: 19. Juli 2003, 8.00 Uhr, Zentraler Omnibusbahnhof, Bussteig 20

19.9.2003 – 07.00 Uhr bis 21.9.2003

Exkursion nach Dresden

Nachdem unsere für 2002 geplante Exkursion nach Dresden wegen der Jahrhundertflut buchstäblich ins Wasser fiel, haben wir unseren Besuch um ein Jahr verschoben. Da es dem Verein fernlag, Sensationstourismus zu betreiben, steht nun erneut die sächsische Landeshauptstadt als Ziel unserer Mehrtagesfahrt auf dem Programm. Der Preis (Fahrt, Eintrittsgelder, Führungen, Halbpension) beträgt ca. 183 Euro (Einzelzimmerzuschlag 32 Euro). Ein detailliertes Programm liegt für Sie in unserer Geschäftsstelle zur Abholung bereit. Eine verbindliche Anmeldung ist bei Entrichtung einer Anzahlung von 30 Euro ab sofort in der Geschäftsstelle möglich.

Dresden

Abfahrt: 19. September 2003, 7.00 Uhr, Zentraler Omnibusbahnhof, Bussteig 17

 


Historischer Verein Ingolstadt e.V.
Programm Herbst/Winter 2003/2004


Samstag, 20. Sept. 2003, 15.30 Uhr
"Die Rolle der Frauen in der Bürger-Kongregation Maria vom Sieg Ingolstadt"
Auf Wunsch des Eichstätter Bischofs Johann Christoph von Westerstetten, aber gegen den Willen der Jesuiten, die die geistliche Leitung der Kongregation innehatten, wurden seit 1629/32 Frauen in die Bruderschaft Maria vom Sieg aufgenommen. Ihr größerer Gebetseifer, den der Bischof dem weiblichen Geschlecht bescheinigte, sowie ihr Wirken in der heute noch bestehenden Kongregation werden im Vortrag herausgearbeitet und anhand von Archivalien dargestellt. Im Anschluss sind die Zuhörer herzlich in die Kirche Maria de Victoria zur Kongregationsandacht eingeladen.
Doris Wittmann M. A., Ingolstadt
Historischer Verein Ingolstadt e.V. - Barocksaal des Stadtmuseums.


Dienstag, 14. Okt. 2003, 19.30 Uhr
Lic. Werner Hentschel, Eichstätt
"Bischof Joseph Schröffer und das II. Vatikanische Konzil"
In diesem Jahr wurde der 100. Geburtstag des Bischofs von Eichstätt und späteren Kurienkardinals Joseph Schröffer mit einer Ausstellung gewürdigt, die auch in seiner Geburtsstadt Ingolstadt zu sehen war. Der Referent geht in seinem Vortrag besonders auf die Rolle Schröffers als Mitglied der Theologischen Vorbereitungskommission ein, in der er zusammen mit 30 weiteren Theologen aus 11 Nationen in den Jahren 1959 bis 1962 die Grundlagen für die Arbeitspapiere des Konzils erstellte, sowie auf sein Wirken als Mitglied in den verschiedenen Kommissionen und Unterkommissionen des Konzils selbst, das 1962 von Papst Johannes XXIII. einberufen und 1965 von seinem Nachfolger Paul VI. zu Ende geführt wurde.
Historischer Verein Ingolstadt e.V. - Barocksaal des Stadtmuseums.


Mittwoch, 22. Okt. 2003, 20.00 Uhr
Dr. Hans-Joachim Weißhaar, Bonn
"An der Seidenstraße des Meeres - Ausgrabungen in Tissamaharama (Sri Lanka)"
Das antike Königreich Ruhuna mit seiner Hauptstadt Mahagama (heute Tissamaharama) ist eine der Wurzeln der singhalesischen Kultur. Es war einer der Hauptumschlagplätze für den Fernhandel zwischen China und dem Mittelmeerraum auf der sog. Seidenstraße des Meeres. Dieser Fernhandel war für das römische und frühmittelalterliche Europa von großer Bedeutung. Die Zitadelle der Residenz ist ein 200 x 600 m großer Siedlungshügel im Südosten der Insel Ceylon, ca. 12 km entfernt von der Küste des Indischen Ozeans. Die Siedlung liegt am Rande eines bereits im Altertum angelegten künstlichen Sees. Untersucht wurden bisher ein Handwerkerzentrum mit Bronzeverarbeitung und zwei Wohnareale mit großen Häusern vornehmer Familien. Bei den laufenden Arbeiten wird gerade das älteste Hospital der Insel freigelegt.
Historischer Verein Ingolstadt e.V. - Barocksaal des Stadtmuseums.


Dienstag, 4. Nov. 2003, 19.30 Uhr
Gerhard Fürmetz M. A., München
"Von der Privatisierung zum Streitobjekt - Bayerns Klosterbrauereien nach der Säkularisation"
In der älteren Literatur wird oft behauptet, durch die Aufhebung der Klöster seien nicht nur Sakralbauten und Kunstschätze, sondern auch die Klosterbrauereien verkauft, zertrümmert, verschleudert oder zerstört worden. Blickt man genauer auf die Privatisierung der Klosterbrauereien in Bayern zwischen 1799 und 1820 und auf deren Folgen, so zeichnet sich ein anderes Bild ab. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts kam es sogar zu einer bis heute nachwirkenden Renaissance des Klosterbrauwesens. Interessant zu beobachten ist, wie sich das kulturelle Erbe der Klosterbrauereien nach ihrer Auflösung fortgepflanzt hat. Dass dies nicht ohne Konflikte ablief, ja dass Namen und Symbole klösterlichen Bierbrauens geradezu zu Streitobjekten wurden, gilt es dabei besonders zu betonen.
Historischer Verein Ingolstadt e.V. - Barocksaal des Stadtmuseums.


Dienstag, 18. Nov. 2003, 19.00 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung "Konrad Kyeser - ein bayerischer Leonardo da Vinci"
Vom 13. Oktober bis 30. November 2003 wird in den Ausstellungsräumen des Stadtmuseums an den Arzt, Kriegsmann und Diplomaten Konrad Kyeser aus Eichstätt erinnert. Kyeser schuf zu Beginn des 15. Jahrhunderts die erste technische und kriegstechnische Handschrift in Deutschland mit dem Titel "Bellifortis" ("Der Kriegsstarke"), die im Lauf der Zeit zu einem europäischen Bestseller wurde, von der andere Autoren, u.a. auch Leonardo da Vinci, abgeschrieben haben. Leonardo gilt bis heute als Erfinder des Taucheranzugs, den Kyeser jedoch bereits mehrere Jahrzehnte vorher wesentlich genauer beschrieben hatte. In Kyesers Werk finden sich darüber hinaus auch kuriose Darstellungen wie z.B. der Keuschheitsgürtel sowie anschauliche Zeichnungen zur spätmittelalterlichen Kostümkunde.
Historischer Verein Ingolstadt e.V. - Stadtmuseum Ingolstadt


Dienstag, 25. Nov. 2003, 19.30 Uhr
Dr. Joachim Haberstroh, Ingolstadt
"Die erste Grabungssaison in Ingolstadt - Zwischenbilanz und Perspektiven"
Mit diesem Vortrag, der die neuen Aufgabenstellungen und die wichtigsten Ergebnisse der Grabungssaison 2003 zum Inhalt hat, stellt sich auch der derzeitige Ingolstädter Gebietsreferent des Bayer. Landesamtes für Denkmalpflege vor. Er bietet einen Überblick über sein erstes Grabungsjahr in der Region und stellt einige besondere Höhepunkte verschiedener Grabungen der letzten Monate heraus, z.B. Schloss Neuburg, "Moritzresidenz" Ingolstadt, Villa Nassenfels und Kastell Burgheim.
Historischer Verein Ingolstadt e.V. - Barocksaal des Stadtmuseums.


Samstag, 20. Dez. 2003, 19.00 Uhr
"Heilige Nacht"
Besinnlicher vorweihnachtlicher Abend mit Elfriede Schwegler und der Stubenmusi Hausner.
Für diese Veranstaltung ist eine rechtzeitige Voranmeldung erforderlich! Bitte bringen Sie Ihren Mitgliedsausweis mit, Sie erhalten dann kostenlosen Eintritt.
Historischer Verein Ingolstadt e.V. - Barocksaal des Stadtmuseums.


Mittwoch, 14. Jan. 2004, 19.30 Uhr
Dr. Theodor Straub, Gaimersheim
"Die so genannte Ottheinrich-Bibel. Eine Prachthandschrift vom Ingolstädter Hof?"
Für die Wissenschaftliche Stadtbibliothek konnte im vergangenen Jahr mit Hilfe der Sparkasse Ingolstadt das kostbare Faksimile einer höfischen Prachthandschrift aus dem Besitz des Pfalzgrafen Ottheinrich von Neuburg erworben werden. Der Referent stellt die Neuerwerbung in Lichtbildern vor und untermauert aus der Sicht des Historikers und mit zusätzlichen Argumenten die neuerdings in der Kunstgeschichte vertretene Annahme, dass die Handschrift vom Hofe Herzog Ludwigs des Bärtigen von Bayern-Ingolstadt stammt.
Historischer Verein Ingolstadt e.V. - Barocksaal des Stadtmuseums.


Dienstag, 10. Feb. 2004, 19.00 Uhr
Historischer Verein: Jahreshauptversammlung
Historischer Verein Ingolstadt e.V. - Barocksaal des Stadtmuseums.


 

Liebe Vereinsmitglieder!

Das Sammelblatt 111/2002 ist erschienen und kann, sofern noch nicht geschehen, in der Geschäftsstelle abgeholt werden. Das Sammelblatt 112/2003 ist im Manuskript fast abgeschlossen und wird demnächst in Druck gehen.
Wir hoffen, dass in unserem neuen Programm wieder für jeden Geschmack etwas zu finden ist.
In unserem letzten Programm baten wir diejenigen Mitglieder, die ihr Programm künftig per e-mail zugeschickt bekommen wollen, der Geschäftsstelle ihre aktuelle e-mail-Adresse mitzuteilen. Davon wurde bereits Gebrauch gemacht. Deshalb bleibt unser Angebot auch weiter bestehen.

Ihre Vorstandschaft:
Dr. Beatrix Schönewald, 1. Vorsitzende
Edmund Hausfelder, 2. Vorsitzender

Geschäftsstelle:
Historischer Verein Ingolstadt e.V.
Stadtarchiv Ingolstadt
Auf der Schanz 45
85049 Ingolstadt
Fon 0841/305-1881, Fax 0841/305-1888
e-mail: bs1553@bingo-ev.de www.bingo-ev.de/~bs1553
Bankverbindung: Sparkasse Ingolstadt (BLZ 721 500 00) Konto Nr. 7732

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